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Cyber-Risiken – Herausforderungen für die Energiewende

Der Energiesektor befindet sich im Wandel, neue Synergien werden durch die Verknüpfung von Betriebs-, Informations- und Kommunikationssystemen realisiert: Der digitale Fußabdruck des Sektors wächst rasant. Die Digitalisierung sowie die Entwicklung und Transformation von Energieversorgungsketten stehen im Mittelpunkt vieler Prioritäten von Regierungen und Unternehmen. Gleichzeitig stellt die Digitalisierung neue Herausforderungen dar. So kann beispielsweise das Cyber- oder digitale Störungsrisiko jeden Vorgang innerhalb der Lieferkette betreffen. Die Digitalisierung erfordert neue, agile Risikomanagementkonzepte, die dem sich verändernden Risikoprofil entsprechen und sicherstellen, dass das Energiesystem weiterhin effektiv und zuverlässig ist. Dieser Bericht untersucht die Cyberresilienz - also die Fähigkeit, die eigene Steuerungs- und Reaktionsfähigkeit während oder nach Cyberangriffen möglichst wenig einzubüßen bzw. rasch und mit wenig Schäden den regulären Geschäftsbetrieb wieder aufzunehmen - im Energiesektor.

Energieunternehmen müssen ihre Zukunft neu überdenken

Verschiedene Faktoren stellen das traditionelle Wirtschaftsmodell der Energieindustrie auf den Kopf. Angesichts dieser turbulenten Veränderungen können Energiewirtschaftsunternehmen nicht weitermachen wie bisher - ihr Erfolg hängt davon ab, ob sie Ihre Geschäfts- und Betriebsmodelle radikal überdenken können. Sie müssen nicht nur ihre Rolle in der Energiebranche neu definieren, sondern auch ihre Arbeitsweise, wie sie Ihre Versorgungsinfrastruktur betreiben und wie sie mit Endverbrauchern agieren. Digitale Technologien werden die Grundlage dieser Transformation sein und der Branche helfen, neue Wertschöpfung zu erzielen.

Energieinfrastruktur als Enabler der Energiewende

Eine erfolgreiche Energiewende hängt von einer Infrastruktur ab, die anpassungsfähig, zuverlässig und bezahlbar ist. Die bestehende Energieinfrastruktur wurde über viele Jahrzehnte hinweg mit Investitionen in Milliardenhöhe um konventionelle Ressourcen herum aufgebaut. Wir müssen Wege finden, diese Infrastruktur beim Übergang zu einem dekarbonisierten Energiesystem zu nutzen.

Innovation Insights – Wasserstoff

Vor dem Hintergrund des bevorstehenden World Energy Congress 2019 befragte das World Energy Council eine Vielzahl von Experten, Entscheidungsträgern und Stakeholdern aus der Energiewirtschaft zum Thema “New Hydrogen Economy - hope or hype?”. Daraus geht hervor: Wasserstoff kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und damit zur Erreichung der globalen Energie- und Klimaziele leisten. Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom  Transport- und  Wärmesektor bis hin zum Industrie- und Stromerzeugungssektor, wo fossile Brenn- und Kraftstoffe als primäre Energiequelle ersetzt werden können.  Wasserstofferzeugungs- und Anwendungstechnologien haben in den vergangenen Jahren signifikante Fortschritte gemacht. Allerdings stehen Wasserstoff und seine Bereitstellungs- und Anwendungstechnologien noch am Anfang eines breiten kommerziellen Einsatzes im globalen Energiesystem. Neben einer konsequenten Energiewende-Politik und sektorübergreifender Kooperationen bedarf es von Seiten des Staates und der Gesellschaft noch weitreichender Unterstützung und Förderung.

Global Energy Scenarios Comparison Review

Anlässlich des von 9. bis 12. September 2019 stattfindenden 24. Weltenergiekongress aktualisiert das World Energy Council seine globalen Energieszenarien. Ziel ist es, die Wissensbasis zu einer weltweiten Energiewende zu systematisieren und für den politischen Prozess besser nutzbar zu machen. WEC weist darauf hin, dass eine globale Energiewende eine enorme Herausforderung für die Innovationsfähigkeit darstellt, und dass es nur möglich sein wird, sie zum Erfolg zu führen, wenn der zeitliche Rahmen so definiert wird, dass die Innovationspotenziale ausgeschöpft werden können. WEC legt daher den Fokus auf eine "Innovationswende bis 2040" und auf Szenarien, die eine Beschleunigung der Energiewende in einer Ära radikaler Innovationen und disruptiver Technologien vorsehen. In diesem Zusammenhang nahm der Weltenergierat auch einen Vergleich seiner globalen Energieszenarien mit jenen anderer relevanter Institutionen vor. Der Weltenergierat möchte so einen wichtigen Beitrag zu einem größerem Verständnis der komplexen Zusammenhänge und in der Vermittlung chancenorientierter Lösungen leisten.

World Energy Insights – Blockchain

Die Blockchain im Energiemarkt hat den ersten Hype hinter sich. In immer mehr (Pilot)projekten findet die Technologie Anwendung, etwa bei dezentralen Versorgungsmodellen (P2P). Doch ist der regulatorische Rahmen im Energiemarkt schon fit für Blockchain? Wo sind ggf. Änderungen notwendig, um weiteres Potenzial für neue Lösungen zu heben. Das World Energy Council diskutierte diese Fragen anhand von 39 Interviews mit Vertretern aus der Energiewirtschaft, aus Politik und Forschung.

 

Die Mehrheit der Befragten stimmte zu, dass die Marktteilnehmer einen neuen Blockchain-fähigen Markt erst entwickeln müssten, bevor die Regulierungsbehörden eingreifen könnten.

Neue Blockchain-Studie

Ob Stromhandel oder Anlagensteuerung: Blockchain könnte bei der Digitalisierung des Energiesystems eine zentrale Rolle spielen, denn die Transaktionstechnologie vereinfacht den Austausch, die Validierung und Dokumentation von Daten. Blockchain hat viel Potenzial. Konkurrenztechnologien oder regulatorische Anforderungen könnten allerdings die breite Durchdringung bremsen.

 

Ggst. Studie geht den Chancen und Herausforderungen der Blockchain-Technologie nach.

Energieeffizienz: Zukunftsstrategie für nachhaltiges Wirtschaften

Energieeffizienz ist von enormer energiepolitischer, umweltpolitischer und wirtschaftspolitischer Bedeutung. Aus energiepolitischer Sicht trägt Energieeffizienz wesentlich zu einer Erhöhung der Versorgungssicherheit bei. Aus umweltpolitischer Sicht garantiert eine hohe Energieeffizienz entlang der gesamten Energiebereitstellungskette eine Reduktion der Umweltauswirkungen. Nicht zuletzt reduziert eine hohe Energieeffizienz Energiekosten, wodurch die wirtschaftspolitische Bedeutung von Energieeffizienz augenscheinlich wird.

 

Die nun vorliegende Studie bietet einen Vergleich nationalstaatlicher Energieeffizienzbemühungen.

 

Eine wichtige Aussage ggst. Studie ist, dass die Effizienzbemühungen trotz ökonomischer Krisen weiter voranschreiten. In den vergangenen 15 Jahren konnten 3,1 Gtoe an Energieverbrauch eingespart werden, ebenso wie 7 Gt CO2. Allerdings wird seit 2009 eine Verlangsamung der Effizienzsteigerung beobachtet.

Integration der erneuerbaren Energien in den Strommarkt

Im Zuge einer nachhaltigen Lebensweise ist die Nutzung erneuerbarer Energien ein wichtiger Faktor, geht es doch darum, Ressourcen zu schonen und den Treibhausgas-Ausstoß zu vermindern. Weltweit decken die Erneuerbaren Energien derzeit bereits 23% des Stromverbrauchs.

 

Global betrachtet setzen 164 Staaten Politikmaßnahmen ein, um den Anteil Erneuerbarer Energien an der Energieversorgung zu erhöhen. Die Staaten der Europäischen Union haben sich verpflichtet, bis 2020 den Anteil Erneuerbarer Energien auf 20% zu erhöhen und streben gleichzeitig 20% weniger Treibhausgasemissionen an. Gleichzeitig sollen bestehende Erneuerbaren-Fördersysteme abgebaut und allf. Beihilfen marktbasierter werden.

 

Die neue WEC-Studie analysiert die aktuellen Herausforderungen eines weiteren Erneuerbaren-Ausbaus und gibt Handlungsempfehlungen für eine optimale Integration erneuerbarer Energien in das Stromversorgungssystem.