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World Energy Trilemma Index | 2019

Die Ziele, die es im "Energy Trilemma" zu erreichen gilt, definiert der Weltenergierat (World Energy Council - WEC) als

  • sichere Versorgung mit Energie,
  • Zugang zu bezahlbarer Energie sowie
  • als Nachhaltigkeit in der Erzeugung und im Verbrauch von Energie

Jedes Land verfolgt dabei seine eigene Strategie, um das Energie-Trilemma zu lösen. Im aktuellen Energy Trilemma Index des WEC werden 128 Staaten der Welt beurteilt.

Österreich nimmt im aktuellen, weltweiten Trilemma Index Ranking den hervorragenden siebenten Platz ein.

World Energy Scenarios 2019

Die bis zum Jahr 2060 reichenden Energieszenarien wurden vom WEC in Zusammenarbeit mit Accenture Strategy, dem Paul Scherrer Institute und dem WEC-Netzwerk – unter aktiver Beteiligung von WEC Austria - erstellt. In die Studie flossen auch die Erkenntnisse ein, die in rund 100 Experteninterviews sowie in den hierzu in allen Weltregionen veranstalteten Workshops gewonnen wurden. In drei Zukunftsszenarien werden unterschiedliche Politikansätze untersucht und deren Auswirkungen auf den Energiebedarf und die CO2-Emissionen analysiert.

  • Das Szenario "Modern Jazz" setzt auf Marktkräfte und Innovationen.
  • Im Szenario "Unfinished Symphony" bleibt der Staat zentraler und entscheidender Akteur. Mit Blick auf den Klimaschutz wird auf die internationale Zusammenarbeit gesetzt.
  • Das Szenario "Hard Rock" kennzeichnet eine zersplitterte Welt. In einem Patchwork aus Markt und Staat werden vor allem nationale Interessen verfolgt, internationale Zusammenarbeit wird klein geschrieben und das Interesse am Klimaschutz bleibt begrenzt.

In keinem der Szenarien wird das 2-Grad-Ziel – die Begrenzung des globalen Temperaturanstieges auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Durchschnittstemperatur – erreicht. Zwar verringert sich in den kommenden 45 Jahren die CO2-Intensität in allen Szenarien, am stärksten im Szenario "Unfinished Symphony" mit 4,8% pro Jahr. Allerdings wäre zur Einhaltung des 2-Grad-Ziels eine Verringerung der CO2-Intensität um durchschnittlich 6% pro Jahr notwendig. Dazu wäre eine weitreichende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft in bisher nicht dagewesenem Ausmaß notwendig. Politik und Gesellschaft sind jedenfalls aufgefordert, in diese Richtung zu steuern und die Veränderungen im Erdsystem einigermaßen beherrschbar zu halten.

Die Studie, das Executive Summary sowie einen Überblick über die Kernaussagen der "World Energy Scenarios 2019" finden Sie unter den nachstehenden Links.

Energy Infrastructure:
Affordability Enabler or Decarbonisation Constraint?

Eine erfolgreiche Energiewende hängt von einer Infrastruktur ab, die anpassungsfähig, zuverlässig und bezahlbar ist. Die bestehende Energieinfrastruktur wurde über viele Jahrzehnte hinweg mit Investitionen in Milliardenhöhe um konventionelle Ressourcen herum aufgebaut. Wir müssen Wege finden, diese Infrastruktur beim Übergang zu einem dekarbonisierten Energiesystem zu nutzen.

Innovation Insights – Wasserstoff

Vor dem Hintergrund des bevorstehenden World Energy Congress 2019 befragte das World Energy Council eine Vielzahl von Experten, Entscheidungsträgern und Stakeholdern aus der Energiewirtschaft zum Thema “New Hydrogen Economy - hope or hype?”. Daraus geht hervor: Wasserstoff kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und damit zur Erreichung der globalen Energie- und Klimaziele leisten. Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom  Transport- und  Wärmesektor bis hin zum Industrie- und Stromerzeugungssektor, wo fossile Brenn- und Kraftstoffe als primäre Energiequelle ersetzt werden können.  Wasserstofferzeugungs- und Anwendungstechnologien haben in den vergangenen Jahren signifikante Fortschritte gemacht. Allerdings stehen Wasserstoff und seine Bereitstellungs- und Anwendungstechnologien noch am Anfang eines breiten kommerziellen Einsatzes im globalen Energiesystem. Neben einer konsequenten Energiewende-Politik und sektorübergreifender Kooperationen bedarf es von Seiten des Staates und der Gesellschaft noch weitreichender Unterstützung und Förderung.

Global Energy Scenarios Comparison Review

Anlässlich des von 9. bis 12. September 2019 stattfindenden 24. Weltenergiekongress aktualisiert das World Energy Council seine globalen Energieszenarien. Ziel ist es, die Wissensbasis zu einer weltweiten Energiewende zu systematisieren und für den politischen Prozess besser nutzbar zu machen. WEC weist darauf hin, dass eine globale Energiewende eine enorme Herausforderung für die Innovationsfähigkeit darstellt, und dass es nur möglich sein wird, sie zum Erfolg zu führen, wenn der zeitliche Rahmen so definiert wird, dass die Innovationspotenziale ausgeschöpft werden können. WEC legt daher den Fokus auf eine "Innovationswende bis 2040" und auf Szenarien, die eine Beschleunigung der Energiewende in einer Ära radikaler Innovationen und disruptiver Technologien vorsehen. In diesem Zusammenhang nahm der Weltenergierat auch einen Vergleich seiner globalen Energieszenarien mit jenen anderer relevanter Institutionen vor. Der Weltenergierat möchte so einen wichtigen Beitrag zu einem größerem Verständnis der komplexen Zusammenhänge und in der Vermittlung chancenorientierter Lösungen leisten.

World Energy Issues Monitor 2019

Der Weltenergierat legt einmal jährlich den World Energy Issues Monitor vor. Dieser zeigt die kritischen Themenschwerpunkte im Energiesektor sowohl auf globaler als auch auf nationalstaatlicher Ebene auf. Für den Bericht wurden mehr als 2.300 CEOs, Minister und Experten aus über 90 Ländern befragt. Die Umfrage wurde 2018 durchgeführt.

 

Österreich stellte, wie bereits die Jahre zuvor, ein Schwerpunktland dar. WEC Austria bat daher ausgewählte Vertreter aus Politik und Wirtschaft zu aktuellen Entwicklungen und Perspektiven im Energiesektor Stellung zu nehmen.

 

Die Ergebnisse der Umfrage stehen Ihnen nachfolgend zur Verfügung. Die sogenannten Issue Maps erlauben einen Vergleich der österreichischen Position mit jener Europas oder der globalen Sichtweise.

YEP Austria: AG-Ergebnisse

Das Young Energy Professionals (YEP) Programm stellt ein interdisziplinäres Netzwerk junger Führungskräfte von Mitgliedern und Partnern des WEC Austria dar und geht auf eine Initiative des Londoner WEC Büros zurück. Der 1. Zyklus bestand seit Oktober 2015 und dauerte bis Herbst 2018. Der von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 1. Zyklus behandelte Themenbogen umfasste unter anderem die Energiewende, Investitionen und Förderungen bzw. die Auswirkungen der Digitalisierung auf Österreichs Energiewirtschaft. Die Ergebnisse des 1. Zyklus liegen in den Ergebnisberichten "Energiezukunft in Österreich - Aktuelle Trends und Ansätze für Innovationen" und Digitalisierung in der Energiewirtschaft" vor.

World Energy Insights – Blockchain

Die Blockchain im Energiemarkt hat den ersten Hype hinter sich. In immer mehr (Pilot)projekten findet die Technologie Anwendung, etwa bei dezentralen Versorgungsmodellen (P2P). Doch ist der regulatorische Rahmen im Energiemarkt schon fit für Blockchain? Wo sind ggf. Änderungen notwendig, um weiteres Potenzial für neue Lösungen zu heben. Das World Energy Council diskutierte diese Fragen anhand von 39 Interviews mit Vertretern aus der Energiewirtschaft, aus Politik und Forschung.

 

Die Mehrheit der Befragten stimmte zu, dass die Marktteilnehmer einen neuen Blockchain-fähigen Markt erst entwickeln müssten, bevor die Regulierungsbehörden eingreifen könnten.

Neue Blockchain-Studie

Ob Stromhandel oder Anlagensteuerung: Blockchain könnte bei der Digitalisierung des Energiesystems eine zentrale Rolle spielen, denn die Transaktionstechnologie vereinfacht den Austausch, die Validierung und Dokumentation von Daten. Blockchain hat viel Potenzial. Konkurrenztechnologien oder regulatorische Anforderungen könnten allerdings die breite Durchdringung bremsen.

 

Ggst. Studie geht den Chancen und Herausforderungen der Blockchain-Technologie nach.

Energieeffizienz: Zukunftsstrategie für nachhaltiges Wirtschaften

Energieeffizienz ist von enormer energiepolitischer, umweltpolitischer und wirtschaftspolitischer Bedeutung. Aus energiepolitischer Sicht trägt Energieeffizienz wesentlich zu einer Erhöhung der Versorgungssicherheit bei. Aus umweltpolitischer Sicht garantiert eine hohe Energieeffizienz entlang der gesamten Energiebereitstellungskette eine Reduktion der Umweltauswirkungen. Nicht zuletzt reduziert eine hohe Energieeffizienz Energiekosten, wodurch die wirtschaftspolitische Bedeutung von Energieeffizienz augenscheinlich wird.

 

Die nun vorliegende Studie bietet einen Vergleich nationalstaatlicher Energieeffizienzbemühungen.

 

Eine wichtige Aussage ggst. Studie ist, dass die Effizienzbemühungen trotz ökonomischer Krisen weiter voranschreiten. In den vergangenen 15 Jahren konnten 3,1 Gtoe an Energieverbrauch eingespart werden, ebenso wie 7 Gt CO2. Allerdings wird seit 2009 eine Verlangsamung der Effizienzsteigerung beobachtet.